Mit Pferden sprechen

Manchmal ist es für Menschen nicht leicht, zu verstehen, was ich tue. Was es bedeutet, mit Tieren zu sprechen. Ob ich deshalb ein universeller Tierexperte bin. Ob ich deshalb gleich alles weiß, über jedes Tier. Ob ich Hellseher bin.
Dabei ist es eigentlich ganz simpel. Es ist ein Gespräch. Nicht mehr, nicht weniger. Im Gegensatz zu Menschen in anderen Tierberufen, bin ich kein spezifischer Tierexperte. Ich bin keine Tierärztin, keine Tierheilpraktikerin, keine Fütterungsexpertin, keine Tiertrainerin, kein Hundeprofi, kein Pferdezähmer, kein Katzenpsychologe. Ich bin einfach nur ein Dolmetscher. Jemand, der übersetzt. Vielleicht bin ich auch noch ein Mittler, der das Gespräch zwischen 2 Parteien anregt und zum besseren Verständnis beiträgt. Das ist meine Arbeit und sie funktioniert wunderbar. Es ist nichts Besonderes, dass ich dabei telepathisch arbeite, denn Telepathie ist immer auch ein Teil der verbalen Kommunikation zwischen Menschen im Hier und Jetzt. Sie zu benutzen, um mit Tieren in Kontakt zu treten, bedeutet, dass ich diese Grenze der verbalen Sprache einfach nicht mehr habe. Es ist eher ein Wegfallen von Grenzen und Mauern im Kopf, welches alles erleichtert.
Ich selbst bin dabei nicht wichtig. Je weniger ich meine Meinung, mein Fachwissen oder was ich aufgrund von Erfahrungen zu wissen meine mit ins Spiel bringe, umso besser arbeite ich. Denn jedes Tier überrascht mich. Jedes hat noch Wissen in Bereichen, in die ich niemals hingedacht habe. Jedes lebt in einer anderen Welt. In der vielleicht andere Gesetze herrschen. Ich maße mir nicht an, darüber zu urteilen. Oft wissen Tiere ganz genau, was schief läuft, was sie brauchen, wohin die Reise gemeinsam mit ihren Menschen gehen soll. Und selbst wenn sie befinden, dass sie eine Krankheit unbehandelt lassen wollen: es ist ihr gutes Recht, eine eigene Meinung zu ihrem Leben zu haben. Ich urteile darüber nicht, ich stelle mich nicht über sie und sage: „Aber das und das ist richtig und gut für dich!“
Dennoch: ein Gespräch ist ein Gespräch. Beide Parteien können sagen, was sie denken und meinen. Beide können aber in den Augen des Betrachters falsch liegen oder unverantwortlich handeln und denken. Dort knüpft dann das Verständnis an. Sein Tier verstehen bedeutet, zu erkennen und zu akzeptieren, welchen Weg es bis hierhin gegangen ist, woher seine Beweggründe stammen, wie es eine Situation erlebt, was es dabei fühlt und denkt. Meistens lösen sich mit diesem Verstehen die Probleme von selbst. Beide wissen dann wieder, wo sie stehen und was ihre Verantwortungen innerhalb der Beziehung sind, welche Dinge sie eben unangetastet lassen sollten und wo die Grenzen liegen.
Am Ende entscheidet jeder, Mensch und Tier, für sich selbst, was er ändert oder wie er sich verhalten wird, aus dem Herzen heraus. Denn Gespräche bringen Liebende näher zusammen.

Es geht bei der Tierkommunikation nicht um Studien, es geht um das Wahrnehmen. Man kann z.B. ein Pferd selbst fragen, wie es ihm geht, wie es sich damit fühlt, geritten zu werden. Wie es behandelt wird. Keine Studie kann ein Gespräch ersetzen, zwischen Menschen und auch zwischen Menschen und Tieren. Was mir  die Pferde sagen, prägt mein Bild auf die Reiterei. Da gibt es nichts zu diskutieren, das hier ist mein Bild. Aber auch für jene, die noch nicht bewusst mit Tieren sprechen, gibt es die Möglichkeit, hinzusehen. Wahrzunehmen auf emotionaler und visueller Ebene. Es ist so einfach, dass Laien Pferde meist besser beurteilen können, als „Pferdeleute“, am wenigsten solche, die aus dem Sport kommen. Es ist wirklich so einfach: schau hin, wie guckt dein Pferd aus seinen Augen? Kannst du den Sattel auf dem Rücken des Pferdes sehen, obwohl er nicht drauf liegt, die atrophierten Muskeln? Bewegt es sich frei und unbeschwert? Ganz ohne Druckverteilung, biometrisches Muskeln aufmalen, theoretisches Aufrichtungsfachsimpeln. Einfach hinsehen. Spüren. Oder mal so weit gehen, dann die Augen zu schließen und in Gedanken weiter zu fragen. Das kann jeder. Tierkommunikation ist kein Fachwissen, ist kein Ablesen aus Verhalten oder Gebäude, ist kein Erfahrungswert. Es ist einfach nur Wahrnehmen. Wertfrei wahrnehmen und zuhören. Das Tier entscheiden lassen, wie etwas gewertet wird.

–> Selbst mit Pferden sprechen lernen

–> Selbst mit Tieren sprechen lernen

–> Das eigene Tier sprechen lassen

–> Pferdekommunikation in Norddeutschland

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Milan
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