Was ist das, Tierkommunikation?

Der Begriff „Tierkommunikation“ leitet vielleicht erst einmal in die Irre. Er ist nicht als Überbegriff für jegliche Formen der Kommunikation zwischen Mensch und Tier zu verstehen, sondern gebraucht sich ausschließlich für die Bezeichnung eines Gedankenaustausches, also Telepathie.

Für rational denkende Menschen ist es oft schwer zu akzeptieren, dass der nonverbale Austausch zwischen Seelen möglich ist. Sie suchen nach Erklärungen oder Gegenbeweisen. Sie haben Angst, etwas für unsere westliche Gesellschaft so schwer Fassbares zu glauben und nachher zu bemerken, dass sie auf etwas hereingefallen sind, was zu schön war, um wahr zu sein. Menschen, die spirituell aufgeschlossen sind, kennen solche Kontakte oft schon aus der Menschenwelt: man nennt das „Channeln“, ein Medium stellt den Kontakt zwischen zwei Seelen und deren Bewusstsein her.

Für weniger spirituell denkende Menschen ziehe ich gern den Gedanken hinzu, dass wir uns früher so etwas wie das Internet oder Handytelefonie einfach nicht vorstellen konnten. So ähnlich ist es mit Telepathie. Es funktioniert, auch wenn ich es nicht zufriedenstellend erklären kann.

Wenn Menschen sich dazu entscheiden, ihre Tiere sprechen zu lassen, dann sind sie anfangs sehr erstaunt und überwältigt davon, wie groß das Bewusstsein ihres Tieres ist. Was ein Haustier alles weiß, fühlt und denkt, ist oft schwer fassbar und anfangs ein kleiner, schöner Schock. Man wusste es eigentlich vorher, aber es so direkt gesagt zu bekommen, das muss man als Herrchen oder Frauchen erstmal verdauen können. In meiner Arbeit als Tierkommunikatorin passiert es mir oft, dass die Menschen weinen, wenn sie den ersten Kontakt zu ihrem Tier spüren. Wenn ich erzähle, was das Tier denkt und fühlt, was es sagen möchte, was es schon erlebt hat. Anfangs sind sie skeptisch und schüchtern und möchten wissen, was das Tier gern frisst, dann bekommen sie schnell das sichere Gefühl, dass der Kontakt tatsächlich da ist. Manchmal gibt es einen Beweis, der ihnen als Tierhalter sagt, dass ich das nicht wissen konnte. Manchmal stellt sich einfach dieses berührende, sichere Gefühl des Kontaktes zwischen Tier, Mensch und mir als Außenstehende ein. Das ist der Moment, der mir immer wieder bestätigt, wie richtig es für mich ist, als Tierkommunikatorin zu arbeiten.

Ich bin eine sehr bodenständige Person, die anfangs skeptisch war. Seitdem ich meinen Hund das erste Mal mit einer Tierkommunikatorin sprechen ließ, hat sich mein Leben grundlegend verändert. Es ist schön, zu lernen, dass nicht alles greifbar und erklärbar ist und doch da ist, immer da war. Ich bilde mich ständig fort und bin auf der Suche nach Theorien und Erklärungsansätzen für das Phänomen der Telepathie, für dieses unendliche Bewusstsein, was jeder von uns in sich trägt, jedoch ohne dafür eine biologische Grundlage zu haben. Dass das Gehirn unsere Gedanken und Gefühle nicht trägt, ist medizinisch belegt. Die Forschung sieht sich einem großen Fragezeichen gegenüber, wenn es um den biologischen Ursprung des Bewusstseins, des Geistes, der Seele in einem geht. Unser Körper mit seinen Sinnen ist nur ein Werkzeug. Irgendwie wissen wir das alle, trotzdem ist es so schwer, das zu glauben, denn woher kommt das Ich und wohin geht es?

Als Tierkommunikatorin kann ich nur aus meinen Erfahrungen sprechen, wenn ich erklären möchte, wie genau der Kontakt zu Tieren, die ich nicht einmal gesehen haben muss, sogar auf Distanz funktioniert. Als bodenständige Person war es das erste Mal in meinem Leben, dass ich mich auf etwas einließ, was nicht Hand und Fuß hat. Den absoluten, öffentlichen Beweis kann niemand auf Kommando erzwingen, dafür ist eine telepathische Verbindung zu fragil. Sie funktioniert tatsächlich nur, wenn man mit guter Intention und einem Klärungswillen an das Gespräch herantritt. Möchte ich durch äußeren Druck Beweise sammeln, bricht der Kontakt sofort ab. Sind aber alle Teilnehmer offen und gesprächsbereit, zeigen sich die persönlichen Beweise wie von selbst. Zum Beispiel erfühle ich Symptome im Tierkörper, die zu einer Krankheit gehören oder ich sehe, wie der Tierfreund aussieht oder das Tier verrät mir sonstige Details, die außer dem Halter niemand hätte wissen können.

Wie geht es also?

Einfach. Es ist vor Allem das: einfach. All das, was die Tierkommunikation erschwert, sind eigene Blockaden: Zweifel, Ängste, Unsicherheit. „Was, wenn ich mir das nur einbilde?“ denkt man sich anfangs. Dagegen hilft nur eins: offen bleiben, Ruhe bewahren, üben. Erfolgserlebnisse sammeln, Feedbacks einholen, zum Beispiel in Tierkommunikation Basiskursen. Wenn man das Gefühl für den Kontakt kennen gelernt hat, dann geht es ab dort mit purer Übung weiter. Wie gut jemand wird, hängt nur ein bisschen mit dem Talent, viel mehr mit dem Willen zum Lernen zusammen. Es ist nicht etwa so, dass man dafür eine Gabe haben muss. Ich konnte es lernen, Sie können es lernen! Der Sinn dafür ist in uns allen und wartet nur darauf, wiedererweckt zu werden.

Um in den Kontakt zu treten, braucht es nicht viel. Man begibt sich in einen möglichst ruhigen Zustand, erdet sich gedanklich und stellt sich das Tier vor oder wartet, bis es vor dem inneren Auge auftaucht. Ist es da, spricht man es gedanklich an. So, wie man auch mit einem Menschen sprechen würde. Natürlich können Tiere kein Deutsch, aber zwischen uns gibt es eine Übersetzung, die mich die Gedanken des Tieres in Deutsch verstehen lässt, weil mein Gehirn nun mal in dieser verbalen Sprache zu denken gelernt hat. Meine Gedanken werden dem Tier genauso übermittelt.

Das Gespräch an sich verläuft ähnlich wie ein Tagtraum oder wie eine Geschichte, die sich im Kopf abspielt. Es ist anfangs nicht leicht, die eigenen Gedanken von den tatsächlichen Botschaften des Tieres zu unterscheiden. Je leichter man sich gedanklich abschalten kann, desto einfacher geht es. Tierkommunikation ist Übungssache! Je fremder das Übungstier ist, umso einfacher wird anfangs der Kontakt, weil man Ableitungen oder bereits vorhandenes Wissen über das Tier nicht ungewollt mit einbringen kann. Mit einem ausführlichen Feedback über diese Übungsgespräche merkt man bald, wie man tatsächlich Botschaften bekommen hat.

Tiergespräche können wunderbar zur Klärung beitragen, wenn es Mensch-Tier Probleme gibt. Typische Gründe, warum Menschen sich an mich wenden, sind: Ängstliche, traumatisierte Tiere. Kranke Tiere, für deren Krankheiten es keine Diagnosen gibt. Verhaltensauffällige Tiere. Unreitbare Pferde, beißende Hunde, einnässende Katzen. Generell gilt: Ein Gespräch bleibt ein Gespräch. Es kann wahre Wunder wirken oder Worte bleiben ungehört. Wie zwischen Menschen auch, hängt der Gesprächserfolg immer davon ab, wie kooperationsbereit die Parteien sind und wie viel Verständnis sie füreinander aufbringen.

Um ein Beispiel für Verständnis zu beschreiben, fällt mir gern die Katze ein, deren Menschen gern wissen wollten, warum sie so viel bei den Nachbarn unten im Haus ist und denen sogar Mäuse hinlegt. Ihnen würde sie nie Mäuse bringen und das sei doch schließlich ein Liebesbeweis.

Ich habe sie gefragt und als Antwort kam deutlich:

„Ich selbst finde Mäuse fangen als Liebesbeweis eigentlich überflüssig. Aber die Nachbarn von unten sind sehr traurig und ich weiß, dass ihnen tote Mäuse vor der Tür gerade gut tun! Sie tun mir sehr leid.“

Die Menschen waren erstaunt: Die Nachbarn hatten gerade ihre geliebte Katze verloren, die ihnen immer Mäuse als Liebesbeweis brachte.

Auch ein Hund ist ein schönes Beispiel hierfür gewesen: Seine Besitzerin kontaktierte mich, weil ihr Hund immer sehr besorgt wirkte und sie manchmal lang anschaute. Er suchte vermehrt Körperkontakt und wich ihr nicht von der Seite.

Ich sprach ihn an und seine Nachricht war: „Bitte sag ihr, sie soll sich Hilfe suchen! Es geht ihr sehr schlecht, sie ist unsagbar traurig und deprimiert. Ich kann es kaum aushalten, die Verantwortung darüber zu tragen, dass sie glücklich ist. Sie muss jemanden haben, der sich um sie kümmert. Ich schaffe das nicht mehr allein. Ich mache mir große Sorgen um sie!“

Und die Frau sagte mir dazu: ja, sie sei sehr traurig. Im letzten halben Jahr wären ihre Mutter und ihr Mann verstorben. Sie wusste kaum, wie sie diese Zeit überstehen sollte und habe sich sehr viel bei ihrem Hund ausgeweint. Ihn in den Arm geschlossen und geweint. Sie konnte es kaum fassen, dass ihr Hund sich tatsächlich so um sie sorgte und es so genau verstanden hatte, wie es ihr geht.

Für mich sind solche Beispiele heute nicht mehr erstaunlich. Ich sehe Tiere in einem anderen Licht. Man mag uns Tierkommunikatoren Vermenschlichung vorwerfen – aber ich frage dann gern: was ist menschlich? Wie kommen wir dazu, anzunehmen, nur wir würden so denken und fühlen können? Wissenschaftliche Studien sollen mich überzeugen, die morgen als überholt angesehen werden?

Ich habe mit Tausenden von Tieren gesprochen und weiß, dass unser menschlicher Starrsinn manchmal nur zum lachen ist. Und freue mich, dass ich helfen kann, das Leben mit uns Menschen für Tiere etwas erträglicher zu machen.

–> Selbst mit Tieren sprechen lernen

–> Tiergespräch für das eigene Tier

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